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Liebe und Oralsex

Der Mund ist an der Sexualität beteiligt, und das nicht nur beim Küssen. Er kann verwöhnen aber auch genießen. Und doch reduzieren wir den Gebrauch des Mundes oft auf ein Minimum. Hier finden Sie einige Informationen und Ideen damit Sie (und natürlich auch Ihr Partner) vom Gebrauch Ihres (und seines) Mundes uneingeschränkt profitieren können.

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Mund und Zunge
Lippen und Zähne
Speichel und Geschmack
Geruch und Atem

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Oralsex kann unheimlich Spaß machen und zu großen Lustgefühlen führen. Aber man muss wissen wie. Hier stellen wir Ihnen die sinnlichen und äußerst effizienten Instrumente vor, die Ihnen und Ihrem Partner nahzeu grenzenlose Möglichkeiten bieten Ihre Körper gegenseitig zu erforschen.

Der Mund
Der ganze Mund ist als Körperöffnung am sexuellen Vergnügen beteiligt. Er kann einige Körperpartien in sich aufnehmen: Lippen, Ohrläppchen, ein Stück Haut und natürlich einen Teil seiner Geschlechtsteile (Hodensäcke, Penis...). Der Mund ist warm, feucht, sanft und sensibel – und genau das macht ihn zu einem extrem aufregenden Lust-Instrument.
 

Die Zunge
Die Zunge ist, zusammen mit unseren Fingern, unser sensibelster und flexibelster, d.h. geschicktester, Körperteil. Daher sind die Zärtlichkeiten, die sie dem Partner bereiten kann, extrem effizient. Die Zunge enthält auch zahlreiche Geschmacksnerven. Dadurch kann derjenige, der mit seiner Zunge Lust verschafft, auch selbst genießen: Er kann den Körper des Partners schmecken.

Die Lippen
Die Lippen sind eine Grenze zwischen Körperinnerem und –äußerem, die Trennung zwischen einem einfachen Kuss und
dem intimeren „French Kiss“, der bereits ein Vorgeschmack des Geschlechtsverkehrs ist. Die Lippen sind ein äußerst aktiver Körperteil (sie können saugen, lutschen  und streicheln), sind aber selbst auch sehr empfänglich. In dieser Hinsicht ist die Vereinung zweier Münder symmetrisch und geschlechtslos!

Die Zähne
Mitten in dem weichen, zarten und feuchten Zusammenspiel von Mund, Lippen und Zunge erscheinen die Zähne wie ein absolut zu umgehendes Hindernis. Doch weit gefehlt: Gerade diese materielle Differenz machen die Zähne beim Liebesspiel, insbesondere beim Oralsex, so interessant. Wenn man sie vorsichtig und sanft einsetzt können die Zähne die interessantesten Sensationen hervorrufen... Natürlich ist dabei ein gewisses Vertrauen zum Partner absolut unverzichtbar!

Der Speichel
Der Speichel ist das „Gleitmittel“ des Kusses. Aber er dient auch zur natürlichen Befeuchtung beim Oralsex, d.h. beim Zusammentreffen von Mund und Geschlecht. Ebenso wie der Geruch eines leckeren Gerichtes führen auch Lust und Verlangen zu vermehrter Speichel-bildung. Speichel kann übrigens auch bewusst als Gleitmittel beim Einführen des Penis in die Vagina benutzt werden. Dieses reine Naturprodukt ist immer verfügbar und vor allem effizient!

Der Geschmack
Den anderen mit dem Mund und der Zunge schmecken ist ein grundliegender Bestandteil des Geschlechtsverkehrs. Schmeckt er salzig, süß, scharf, bitter? Der Ausdruck „zum Anbeißen“ wird nicht umsonst im Bezug auf Menschen benutzt... Geschmack und Geruch sind die Sinneswahrnehmungen, die es uns ermöglichen den Oralsex zu praktizieren und zu genießen.

Der Geruch
Der Geruch ist die primitivste Sinneswahrnehmung. Beim Oralsex entdeckt man den Geruch der intimsten Bereiche des Partners. Und meistens gilt: Wenn man den Partner liebt, dann liebt man auch seinen ganz persönlichen und intimen Duft... unter gewissen hygienischen Voraussetzungen natürlich...!

Der Atem
Die Atmung dient zum einatmen, also zum empfinden von Düften, aber auch zum pusten. Mit dem Atem kann man den Körper des Partners also auf extrem zarte Weise streicheln – zarter, sanfter und leichter als mit einer Feder...

Damit der Oralsex für beide wirklich zum Vergnügen wird müssen einige Bedingungen unbedingt erfüllt sein!

Hygiene
Da die Geschlechtszonen stärker schwitzen als der Rest des Körpers und der Schweißgeruch an diesen Stellen extrem intensiv ist, ist es absolut unumgänglich sich an diesen Körperzonen täglich zu waschen – idealer Weise direkt vor dem Liebesspiel. Was nicht bedeutet, dass übertriebene Hygienemaßnahmen empfehlenswert sind. Meistens hilft eine kurze Dusche. Auch von aggressiven Seifen und Waschlotionen ist abzuraten, da die betroffenen Körperzonen besonders empfindlich sind!

Parfum
Lassen Sie die Finger davon! Vor allem die typisch amerikanischen Intimdeodorants sollten Sie meiden. Wenn das Geschlecht Ihres Partners nach Pfefferminzkaugummi oder nach Walderdbeeren riecht wird Sie das garantiert nicht besonders erregen. Sie fürchten, dass seine oder Ihre eigene Hygiene zu wünschen übrig lässt? Dann schlagen Sie ihm vor das Liebesspiel mit einer gemein-samen Duschen zu beginnen!

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Absolute Freiheit
Ihr Mund hat Lust auf Sex? Er möchte auf seiner Haut entlang gleiten, sein Geschlecht erforschen...? Umso besser! Aber fühlen Sie sich niemals dazu verpflichtet! Lassen Sie sich nie dazu zwingen! Ebenso dürfen Sie ihm nichts aufzwingen, was ihn abstößt. Denn in Sex und Liebe gilt: In der Freiheit entsteht die meiste Lust.

Lust zum Teilen
Wenn Sie einen festen Partner haben sollten Sie darauf achten, dass beide geben und empfangen. Wenn der „Austausch“ systematisch einseitig verläuft laufen Sie Gefahr in eine Sackgasse zu geraten. Tauschen Sie die Rollen, seien Sie abwechseln mal aktiv, mal passiv damit der Geschlechtsakt ausgewogen verläuft und für beide zum Vergnügen wird.

Wpilieren, Rasieren & Co
Je einfacher und natürlicher desto besser. Im Prinzip ist die Epilierung der Rasur vorzuziehen. Denn bei der Rasur (sei es mit einem elektrischen Rasierer oder mit Rasierschaum) wird das Haar einfach stumpf abgeschnitten und fühlt sich schnell rauh und kratzig an – was weder für Sie noch für ihn angenehm ist. Wer will schon „stachelige“ Beine oder eine pieksende Bikinizone streicheln oder gar küssen? Die Epilierung ist zwar schmerzhafter aber dafür ist die Haut danach weicher, und das für weitaus längere Zeit! Der einzige Nachteil: Direkt nach dem Epilieren können kleine Pickel auftauchen. Also: Rasur direkt vor dem Verkehr oder gut getimte Epilierung? Die Wahl liegt ganz bei Ihnen…

Der weibliche Körper birgt zahlreiche erogene Zonen,
die bei der Frau immense Lustgefühle hervorrufen können. Wir stellen Ihnen die sensibelsten Körperbereiche vor damit Sie Ihre Lust beim Oralsex grenzenlos ausleben können...

Die Klitoris ist das einzige menschliche Organ, das einzig und allein der Befriedigung des sexuellen Verlangens dient. Daher ist sie die ideale Zielzone für Stimulierungen aller Arten wenn man die Lust bis zum Ende ausleben möchte. Die Empfindlichkeit der Klitoris variiert von Frau zu Frau: Die einen mögen starkes Drücken, die andere sanftes Streicheln, wieder andere ziehen indirekte Zärtlichkeiten um die Klitoris herum vor, weil die Klitoris selbst zu sensibel ist und ein direkter Kontakt extrem unangenehm ist...
Ein recht unbekannter Bereicht ist die Wurzel der Klitoris, die am Schambein entlang verläuft. Hier kann eine Stimulierung durch starkes Drücken sehr wohl zum Orgasmus führen.

Die Schamlippen formen eine Art Trichter am Scheideneingang.
Sie enthalten Schwellkörper, die sich bei sexueller Erregung vergrößern. Wie Klitoris (Kitzler) und Vagina (Scheide) gehören Sie zu den primären Geschlechtsorganen der Frau. Dennoch werden Sie oft vernachlässigt. Und sie werden viel seltener geküsst als die Lippen des Mundes, obwohl sie ein unendlich größeres Lustgefühlt hervorrufen können als diese. Schade...!

Der Mund kann auch die Öffnung der Vagina, d.h. den Scheiden-eingang, küssen. Und die Zunge kann sogar einige Zentimeter in die Scheide hinein gleiten... Das genügt nicht, um ein Lustgefühl zu erzeugen? Das ist alles andere als sicher! Denn die erogensten Zonen der Vagina befinden sich direkt in deren Eingangsbereich. Außerdem ist der Scheideneingang sehr beweglich: Er kann sich öffnen und schließen, das Eindringen erlauben oder verwehren... Zahlreiche Möglichkeiten also um sich beim Liebesspiel zu amüsieren!

Die Brustwarzen stimulieren oder wie ein Säugling daran saugen löst bei den meisten Frauen extreme sexuelle Erregung aus. Die Frauen, die dabei nichts empfinden, haben sich wahrscheinlich einfach noch nicht genug Zeit genommen um die Sensibilität ihrer Brüste zu entdecken. Aber warum sind die Brüste eine so extrem erogene Zone? Ganz einfach: Weil das Saugen an den Brustwarzen die Sekretion des Orgasmus-Hormons Ocytozin... und bei einer stillenden Frau den Austritt der Milch auslöst. Da lohnt es sich doch die Sache doch noch einmal genauer zu erforschen, oder?

Frauen ziehen zentrifugales Streicheln, d.h. Streichelbewegungen, die von außen her angesetzt werden und auf das Ziel zugeführt werden, vor. Bei den Schenkeln anfangen um beim weiblichen Geschlecht zu landen ist also eine gute Streichelrute. Die Innen-seite der Schenkel lecken, streicheln und daran knabbern um sich dann zum weiblichen Geschlecht emporzuarbeiten lässt Spannung und Erregung langsam ansteigen. Das können Ihnen alle Vorspiel-Experten bestätigen...

Die Dammregion (auch 'Perineum' genannt) liegt zwischen dem Scheideneingang und dem Darmausgang (auch 'Anus' oder 'After’ genannt). Diese Hautzone wird beim Streicheln oft vergessen. Dabei möchte auch dieser Bereich gerne stimuliert werden, sei
es durch Küssen, Streicheln,... Natürlich ist diese Zone nicht so sensibel wie die Klitoris, aber der After-Bereich kann sich bei manchen Frauen als eine extrem erogene Zone erweisen...

Eine gute Taktik: Beim unsensibelsten Bereich beginnen und sich dann zu den erogensten Zonen hinarbeiten um die Erregung langsam aber sicher ansteigen zu lassen. Das können auch Sie. Sie müssen nur die folgenden Ratschläge befolgen...

Beim Mann gehören die Brustwarzen zu den erogensten Zonen, sind aber als solche größtenteils verkannt. Die effizienteste Bewegung, die mit dem Mund gemacht werden  kann: starkes
aber trotzdem sanftes Saugen. Diese Technik trägt meist dazu bei seine Erektion deutlich zu verstärken. Sie muss nur lange genug durchgeführt werden...

Als Hodensäcke bezeichnet man die Haut, die die Hoden (Testikel) umgibt. Je nach Mann ist die Sensibilität der Hodensäcke unter-schiedlich ausgeprägt. Manche Männer lieben es dort gestreichelt, geleckt und mit der Zunge gekitzelt zu werden, andere bleiben dem gegenüber absolut unempfindlich und finden diese Körperzone absolut nicht erogen! Da gibt es nur eine Möglichkeit: Ausprobieren und sehen, was dabei herauskommt...!

Als Dammregion (Perineum) bezeichnet man die Zone zwischen dem hinteren Teil des Penis und dem Darmausgang (auch 'After' oder 'Anus' genannt). Sie können an dieser Stelle den Penisschaft spüren, der hier unter der Haut liegt. Küssen, Streicheln mit der Zunge oder sogar Knabbern und leichtes Beißen sind hier meist sehr beliebt. Achtung: Zögern Sie nicht starken Druck auszuüben damit der unterschwellige Penisschaft auch von den Streichel-
einheiten profitieren kann... Andernfalls wird nur die Haut auf der Oberfläche Ihre Zärtlichkeiten zu spüren bekommen!

Der Bereich um den After (auch 'Anus' oder 'Darmausgang' genannt) ist sehr empfänglich für orale Streicheleinheiten, wird aber leider oft vernachlässigt. Warum? Natürlich wegen der primären Funktion des Darmausgangs, die darin besteht die Abfälle des Körpers auszuscheiden. Manchen Frauen gefällt die Idee nicht, sich mit ihrem Mund oder ihrer Zunge in diesem Bereich zu bewegen. Genauso mögen es manche Männer nicht, wenn man sich diesem Körperbereich zu sehr annähert. Um die Zärtlichkeiten in dieser heiklen Zone genießen zu können ist natürlich eine perfekte Hygiene unverzichtbar! Das bedeutet: Ausgiebiges Duschen vor dem Geschlechtsverkehr. Unter diesen Bedingungen kann man dann auch diesen verpönten Körperbereich unbekümmert erforschen…

Die Eichel ist die sensibelste Körperzone beim Mann und damit natürlich für alle nur möglichen Zärtlichkeiten extrem empfänglich: Lippen, Zunge, Speichel, Zähne (aber nur ganz zart, denn die Eichel ist sehr empfindlich)... Nichts sollte unversucht bleiben, denn im Prinzip gibt es nichts, was ER hier nicht mag! Die empfindlichste und damit erogenste Zone: Der Eichelkranz, d.h. die Furche am Übergang von der Eichel zum Penisschaft.

Das Frenulum, d.h. das Bändchen, das die Vorhaut des Penis mit der Unterseite der Eichel verbindet, ist der sensibelste Punkt der Eichel und kann beim Mann am meisten Lust hervorrufen. Es ist ratsam beim Streicheln nie mit dieser hypersensiblen Stelle zu beginnen sondern lieber erst andere Körperbereiche mit dem Mund zu erforschen und sich dieser extrem empfindlichen Zone dann langsam anzunähern. Achtung: Hier ist maximale Vorsicht und Sanftheit geboten! Ein hauchzarter Kontakt genügt um ihm ein extremes Lustgefühl zu verschaffen!

Natürlich wird auch dieser Bereich gerne geküsst und gestreichelt – aber mit einem gewissen Druck. Denn diese Körperzone ist nicht besonders empfindlich. Der Penisschaft spürt vor allem starkes Drücken, besonders im hinteren Bereich, wo er selbst in erigiertem Zustand weniger hart ist. Wenn der Mund beim Blasen um den Penis herum auf- und abgleitet ist die Wirkung ebenfalls größer wenn Lippen und Zunge dabei stark zudrücken – im Gegensatz zur empfindlichen Eichel, die es lieber sanft mag!

Am Oralsex sind der Mund und das Geschlecht beteiligt. Schön und gut, aber wie? Was tun? Einige Praktiken scheinen sich von selbst zu ergeben – andere weniger... Im Grund ist es natürlich am besten die verschiedenen Techniken zu variieren und auszuprobieren um heraus-zufinden, was dem einen oder anderen am meisten Lust bereitet. Schließlich sind die Geschmäcke ja verschieden. Ihnen fehlt die Inspiration? Dann haben wir hier einige Ideen für Sie...

Die Zunge ist geschickt, subtil, feucht und sanft zugleich. Dadurch ist sie das ideale Organ um den Partner besonders erotisch zu streicheln. Denn Lecken bedeutet den anderen mit der Zunge streicheln und ihn gleichzeitig selbst schmecken – und sorgt damit garantiert für ein geteiltes Vergnügen. Außerdem kann die Zunge alle möglichen Kunststücke vollführen: Sie kann kreisen, von oben nach unten lecken, vibrieren... und noch vieles andere, je nach Lust und Fantasie!

Nuckeln und saugen – dabei empfindet der Partner an der gefragten Stelle ein sanftes „Ziehen“. Natürlich sorgt diese Technik vor allem an den Brustwarzen für besondere Erregung, aber auch Eichel, Klitoris und selbst Penisschaft und Vulva (kurz: Alle Orte, die Sie oder ihn inspirieren) sind diesen Liebkosungen nicht abgeneigt.

Können Sie sich etwas Sanfteres vorstellen als ihn mit der Luft zu streicheln, die Sie eingeatmet haben? Wohl kaum. Diese Luft, die sie über seinen Körper gleiten lassen, ist warm, feucht und kann eine extrem sanfte Zärtlichkeit sein. Das ist zwar nicht so erregend wie ein direkter Kontakt, aber die Leichtigkeit der Geste kann dennoch sehr angenehm und sinnlich sein...

Druck ausüben – dazu können Zunge, Lippen und sogar die Zähnen dienen. In einem bestimmten Rhythmus mehrmals nacheinander drücken, längere Zeit einen gewissen Druck auf dieselbe Stelle ausüben, das Drücken immer wieder durch
andere leichtere, Zärtlichkeiten unterbrechen... Es gibt zahlreiche Möglichkeiten dem Partner mit den verschiedenen Organen an verschiedenen Stellen durch Druck Lust zu verschaffen. Druck wirkt in den erogenen Zonen wie der Klitoris oder der Eichel meist extrem stimulierend und kann dementsprechend ein starkes Lustgefühl hervorrufen.

Die Zähne sind zu allem fähig – im guten wie im schlechten Sinne. Denn sie können extrem Lust verschaffen aber auch sehr weh tun! Erforschen Sie mit Ihrem Partner die Grenzen zwischen Lustgefühl und Schmerz: Was bereitet Lust und ab welcher Stärke fangen Ihre kantigen Streicheleinheiten an ihm weh zu tun?

Ein Eiswürfel im Mund für etwas Gänsehaut, ein Klacks Schlagsahne und warum nicht auch ein bisschen Harissa für besonders starke Emotionen? Sie müssen ja nicht gleich Mickey Rourke und Kim Basinger in 9 ½ Wochen nachahmen... Aber probieren Sie doch ein paar Köstlichkeiten in Ihr Liebesspiel zu integrieren. Wenn es nicht gefällt – dann eben nicht. Der eine mag’s, der andere nicht. Es ist eben alles Geschmackssache...
 
 



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Wie Oralsex zur Todesgefahr aufgebauscht wird
Von Markus Becker

Oralsex macht Krebs: Diese Schreckensmeldung über eine US-Studie macht derzeit global die Runde. Fellatio und Cunnilingus erhöhen das Risiko für Mund- und Rachenkrebs um ein Vielfaches, wird berichtet - mit den Tatsachen hat das kaum etwas zu tun.
 
 

Leser ohne Basiswissen über Medizin-Statistiken könnten nach den Meldungen über die kleine US-Studie eine gewisse Unlust verspüren. "Oralsex erhöht Risiko für Krebs", titelte der ORF auf seiner Internetseite. "Studie bringt Oralsex mit Rachenkrebs in Verbindung", meldete "USA Today". "Oralsex verbreitet Virus unter Männern und Frauen", warnte der "Houston Chronicle". "Fox News", der Rechtsausleger unter den US-Massenmedien, spielte gewohntermaßen die Speerspitze der sexuell Rechtschaffenen: Der beim oralen Verkehr übertragene Humane Papillomavirus (HPV) sei nunmehr "bewiesenermaßen einer der führenden Gründe für Rachenkrebs".

Der Grund der aufgeregten Meldungen in aller Welt ist eine Studie des Johns Hopkins Kimmel Cancer Center in den USA. Speichelproben einer (sehr überschaubaren) Gruppe von 100 Mund- und Rachenkrebspatienten wurden mit denen von 200 gesunden Menschen verglichen. Dabei habe sich herausgestellt, dass Oralsex der Hauptauslöser dieser Krebsart sei, schreiben die Forscher um Maura Gillison im Fachblatt "New England Journal of Medicine".

So zumindest interpretieren die Mediziner ihre Daten. Sie hatten die Probanden unter anderem nach deren sexuellen Vorlieben befragt. Wer von mehr als sechs Oralsex-Partnern in seinem Leben berichtete, hatte ein 8,6-mal höheres Risiko für Krebs im Zusammenhang mit einer HPV-Infektion, steht in einer Pressemitteilung der Johns Hopkins Medical Institutions.

"250 Prozent höheres Risiko"

Das britische Magazin "New Scientist" warf prompt mit beeindruckenden Prozentwerten um sich: "Wer während seines Lebens mehr als fünf Oralsex-Partner hatte, trägt ein um 250 Prozent höheres Risiko für Rachenkrebs als Menschen, die keinen Oralsex haben", steht auf der Website des Magazins, das deutsche Nachrichtenagenturen aus rätselhaften Gründen stets wie ein echtes Fachblatt unter Angabe von Ausgabe und Seitenzahl zitieren.

Zur Ehrenrettung des Magazins sei erwähnt, dass auch die Johns-Hopkins-Pressestelle hart am Rande der Seriosität entlangschrammt, indem sie mit sogenannten relativen Risiken operiert, die sich nur auf die Risikosteigerung innerhalb der Gruppe der bereits Erkrankten beziehen.

Nur kurz und ohne Nennung von Zahlen wird erwähnt, dass Mund- und Rachenkrebs an sich sehr selten ist. Das Berliner Robert-Koch-Institut etwa geht davon aus, dass in Deutschland jährlich etwa 13 Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner kommen. Damit liegt das absolute Risiko, überhaupt Mund- und Rachenkrebs zu bekommen, bei 0,013 Prozent.

Frönt man dem Oralsex, steigt die Gefahr der US-Studie zufolge um den Faktor 8,6 - also auf volle 0,11 Prozent. Das klingt deutlich harmloser als der vom "New Scientist" ins Spiel gebrachte 250-Prozent-Unterschied zwischen Oralsex-Freunden und -Abstinenzlern. Und selbst die 8,6-fache Risikosteigerung bezieht sich nur auf die krebskranken Studienteilnehmer, bei denen Papillomaviren nachgewiesen wurden - und das waren nur 72 von 100.

Zahlreiche Ansteckungswege möglich

Die anderen haben sich den Krebs auf andere Weise zugezogen, etwa durch Alkohol- und Tabakgenuss, in denen die Mehrheit der Experten nach wie vor die Hauptverantwortlichen sieht. Auch das stellt Gillisons Team nun in Frage: HPV, glauben die Forscher herausgefunden zu haben, ist die führende Ursache für Mund- und Rachenkrebs - "unabhängig von Tabak- und Alkoholkonsum". Schon 2004 hatte eine französische Studie einen Zusammenhang zwischen Oralsex und Krebs nahegelegt, Alkohol und Tabak aber weiterhin als Hauptauslöser genannt.

Papillomaviren nisten sich häufig im Penis- und Scheidengewebe ein und können so beim Oralverkehr übertragen werden, schreiben Gillison und ihre Kollegen. Allerdings räumen sie ein, dass HPV nicht nur beim Oralsex, sondern auch beim vaginalen Verkehr übertragen wird. Und außerdem möglicherweise beim Küssen. Damit steht so ziemlich jeder unter HPV-Verdacht, der jemals einem anderen Menschen näherkommt.

Die Zahlen zur HPV-Verbreitung untermauern das. Schätzungen zufolge ist fast ein Viertel aller Frauen unter 25 Jahren infiziert. Nur die wenigsten bekommen allerdings Krebs, der mit den Viren in Zusammenhang gebracht wird, etwa Gebärmutterhalskrebs. Bei den allermeisten bleibt die Ansteckung folgenlos: Schätzungen zufolge waren bis zu 60 Prozent der Gesamtbevölkerung schon einmal mit HPV infiziert und haben Antikörper im Blut.

Ein medizinischer Fortschritt war mit der Studie übrigens auch noch verbunden: Man könne nun zumindest "einige Fälle" von Mund- und Rachenkrebs sicher mit einer HPV-Infektion in Verbindung bringen, kommentierte die finnische Medizinerin Stina Syrjänen im "New England Journal of Medicine". Jetzt könne man überlegen, ob sich eine Impfung anbiete. Freuen dürften sich darüber vor allem die Hersteller des Impfstoffs Gardasil, der als Wunderwaffe gegen Gebärmutterhalskrebs gefeiert wird.

Ob er auch bei Männern wirkt, ist laut Gillison allerdings ebenso wenig bekannt wie eine mögliche Schutzwirkung gegen Mund- und Rachenkrebs.
 


Der Oral - Verkehr
 

Das Wort "oral" stammt von dem lateinischen "os, iris", was "Mund" bedeutet ab. Unter Oralsex versteht man nun sexuelle Praktiken, bei denen ein Sexualpartner die Genitalien des anderen mit dem Mund, also den Lippen, der Zunge, den Zähnen, liebkost und stimuliert. Von den meisten Menschen wird der Oralsex als Möglichkeit, den Partner zu stimulieren und ihn zum Orgasmus zu bringen, als sehr reizvoll empfunden. Oft kommt er auch im sexuellen Vorspiel vor, um beim Mann eine Errektion und bei der Frau den Sekretfluss anzuregen. Da die Geschlechtsorgane vom Mund und mit der Zunge sehr zielgenau und auf variable Weide stimuliert werden können, aber auch da es sich um eine sehr intime Geste handelt, denn der Partner nimmt Geruch und Geschmack der Genitalien intensiv wahr, kann der Oralsex von beiden als sehr intensiv empfunden werden. Neben dem vaginalen Verkehr ist der Oralsex die am meisten verbreitetste Sexualpraktik, wird aber dennoch nicht als Beischlaf, also nicht als "richtiger Sex" gewertet.
Diese Art des Geschlechtsverkehrs erfreut sich nicht nur deswegen seiner Beliebtheit, da keine Befruchtung möglich und somit auch keine Empfängnisverhütung notwendig ist, sondern auch dadurch, dass der jeweils Gebende entscheidet, wie weit er oder sie gehen möchte. Diese zwei Aspekte sind wohl der Hauptgrund, warum besonders bei Teenagern und beim Gruppensex der Oralsex so gerne praktiziert wird. Bei älteren Männern allerdings dient er oft als ein wirksames Hilfsmittel um nachlassende Potenz auszugleichen. Natürlich gibt es auch Männer und Frauen, die diese Art der Intimität ablehnen und es nicht als angenehm empfinden, die Genitalregionen mit dem Mund zu stimulieren oder stimuliert zu bekommen. In einigen antiken Kulturen, auch in solchen, die sonst bei Sexualpraktiken eher tolerant waren, wurde der Oralsex abgelehnt. Dies lag aber hauptsächlich daran, dass damals eine höhere Infektionsgefahr bestand, denn die Möglichkeiten der Hygiene waren geringer, und häufig hatten solche Infektionen schwerere Krankheiten zur Folge. Jedoch legt eine französische Studie nahe, dass die beim Oralsex übertragenen Papilloma- Viren Mundkrebs auslösen können. Patientinnen, bei denen dieses Virus in der Mundschleimhaut nachgewiesen wurde, haben 10- mal mehr Oralsex als der Durchschnitt. Wissenschaftler raten allerdings von der Oralsexabstinenz ab, denn Alkohol- und Zigarettenkonsum bleiben der Hauptverursacher des Mundkrebses. Die durch Oralsex übertragbaren Krankheiten sind Syphilis, Hepatitis A und B, jedoch die Wahrscheinlichkeit einer HIV- Infektion ist sehr gering. Beim Oralsex gibt es verschiedene Techniken. Eine ist beispielsweise die sogenannte Fellatio. Bei dieser werden die männlichen Genitalien, vor allem der Penis, aber auch die Hoden, mit Zunge und Lippen zur sexuellen Stimulation geleckt, geküsst und in den Mund genommen. Dabei kann man mit der Zunge die Eichel stimulieren, indem man mit ihr leicht um diese kreist und leicht vibriert. Dies gilt auch für Schaft und Hoden. Genauso ist es möglich, die Eichel oder Teile des Penis in den Mund zu nehmen und leicht daran zu saugen. Die tiefe Aufnahme des errigierten Penis in den hinteren Rachenbereich, was nur bei absoluter Entspannung der Kehle möglich ist, gilt als besondere Form der Fellatio. Soll dabei auch der Samenerguss zugelassen werden, ist diese Variante sehr schwierig und setzt beim Aufnehmenden eine bestimmte Atemtechnik, beim Mann ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Selbstkontrolle und bei beiden ein hohes Maß an Vertrauen und Einfühlungsvermögen voraus. Wird der Penis vom Träger selbst in der Mundhöhle bewegt, während die Partnerin oder der Partner passiv bleibt, so nennt man das Irrumatio.

Beim Cunnilingulus werden die weiblichen Genitalien, besonders die Vulva und der Kitzler mit Zunge und Lippen geleckt und geküsst. Ebenso kann der Vaginaleingang mit der Zunge stimuliert werden. Mit dieser Technik gelingt es leichter, die Frau zu intensiven, mehrfachen Orgasmen zu bringen, da eine direkte Reizung der Klitoris möglich ist. Zwei weitere Varianten des Oralsex sind das so genannten Cum-Swapping, der Samenaustausch und das Snowballing, also "Schneeballspiel". Ersteres besteht darin, dass die oder der Fellierende, den aufgenommenen Samen nicht für sich behält und schluckt, sondern bei einem intimen Zungenkuss mit dem Sexualpartner teilt. Das Snowballing besteht darin, den Samen dann wieder zurückzugeben. Der Samen beginnt dabei aufgrund seiner Konsistenz zu schäumen, womit sich das Volumen der ausgetauschten Flüssigkeit scheinbar vermehrt. Beide Techniken sind in Pornofilmen weit verbreitet, in der Realität hingegen weniger.



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Bei der Ausgrabung fand Carl Häberlein am Maxberg Versteinerungen der Krallen Flügel und Federn der Fossilien des Archäopterix und Diplodocus Hoatzin.Bei Ausgrabungen von Owen und Wellnhofer werden Insekten und Eidechsen der Urzeit in Gesteisplatten und das fossil des Brachiosaurus Pterodactylus gefunden.



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